Der Test für Medizinische Studiengänge (TMS) -

wie ich die 90% geknackt habe

10.12.2017

 

In diesem Artikel verrate ich dir meine Tipps und Tricks für den Test für medizinische Studiengänge (abgekürzt TMS) und wie ich es geschafft habe über 90% zu erreichen. Aber zunächst mal von Vorne:

 

Was ist der TMS und wofür brauche ich ihn?

 

Der Test für medizinische Studiengänge (abgekürzt TMS) ist ein Test, der prüfen soll, ob man für das Medizinstudium „geeigneter“ als andere ist. Normalerweise ist der TMS die erste Möglichkeit/Hoffnung für viele auf der ellenlangen Liste, wie man zu einem Studienplatz gelangen kann, wenn hinter der 1, keine 0 steht.

 

Es ist auch sehr clever den Test an die erste Stelle zu setzen, denn mit dem TMS kann man mit relativ wenig Zeitaufwand bis zu 0,8 Notenpunkte gutgeschrieben bekommen. Noch dazu wird er mittlerweile sogar von den meisten Universitäten anerkannt. Da ich zu meiner Abiturzeit schon wusste, dass ich die 1,0 wahrscheinlich nicht erreichen werde, habe ich kurz vor meinem schriftlichen Abitur den TMS abgelegt.

 

Wie läuft der Test ab?

 

Der Test wird an einem einzelnen Tag geschrieben, beginnend vormittags mit einer Stunde Pause und noch einer Nachmittags-Session. Meist findet der Test in einer großen Halle statt und jeder bekommt einen Platz zugewiesen.

 

Geprüft wird unter anderem logisches und räumliches Denken, Textverständnis, Auffassungsgabe und natürlich Konzentrationsfähigkeit. Es wird kein medizinisches Fachwissen abgefragt, deshalb ist es auch weder nötig irgendwelche Medizinbücher zu studieren, noch irgendwelche Fachkenntnisse in Chemie oder Biologie zu haben, denn die Antworten zu den Fragen stehen immer im Text!

 

Ja, unglaublich, aber wahr! Wichtig ist bei dem Test vor allem wie konzentriert und flink man antworten kann. Denn würde jedem ein theoretisch unendlicher Zeitraum zur Beantwortung des Testes zur Verfügung stehen, würde jeder 100% erreichen können.

 

Du siehst also um was es geht: es geht um Zeit.

 

Meine Tipps: So habe ich 93% erreicht

 

 

1. Vorbereitung ist alles

Wer wirklich glaubt er könne ohne Vorbereitung in so einen Test gehen, der ist entweder so hochmütig, dass er sich lieber nach einem Studiengang umsehen sollte, in welchem keine Menschenleben auf dem Spiel stehen oder einfach nur dumm, dann würde ich ebenfalls dazu raten.

 

Alle genauen Informationen erhältst du übrigens auf der offiziellen Seite des TMS, besonders gut gemacht ist hierbei die Informationsbroschüre zum Downloaden, die wirklich super Tipps bereit hält! Zumindest diese sollte man sich durchgelesen haben, ich hab sie dir hier verlinkt.

 

Was man zusätzlich zur Vorbereitung tun möchte, das bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Ich habe mir damals die zwei Bücher „Test für medizinische  Studiengänge I – Originalversion I des TMS  und „Test für medizinische Studiengänge II – Originalversion II des TMS gekauft und diese durchgearbeitet, so wie es eben die Broschüre empfiehlt.

 

Als ich 2011 den Test absolvierte, gab es soweit ich damals wusste auch keine Seminare über den TMS und ich hatte auch sonst keine anderen Bücher dazu. Natürlich heißt das nicht, dass du das nicht machen kannst, je nach Zeit und Geld sind dem natürlich keine Grenzen gesetzt.

 

Jedoch steht in der Broschüre (und es ist auch genauso meine Meinung!), dass der Besuch kommerzieller Trainingskurse nachweislich nicht zu einem besseren Testergebnis führt, auch wenn manche dies behaupten! Und ich habe es eben auch erfolgreich ohne diese geschafft ;)

 

 

 

2. Fit, erholt, startklar

Es empfiehlt sich den Tag davor zu entspannen und nichts neues, aufregendes, anderes auszuprobieren.

Hilfreich ist zudem sich Snacks mitzunehmen, hierbei lieber zu Proteinriegeln, Nüssen und Schokolade greifen als zu Traubenzucker (dieser verursacht starke Blutzuckerschwankungen und das ist für das Gehirn eine zusätzliche Anstrengung).

Denkt auch an ausreichend Wasser oder Tee, überfüll aber deinen Körper nicht, damit du zwischendrin nicht die Toilette aufsuchen musst.

 

Wenn du sooo aufgeregt bist, dass du nicht schlafen kannst, schaff dir die Monate vorher Rituale an, damit du es kannst. Es gibt dazu unglaublich viele Ratgeber, Youtube-Videos etc. etc.

Mir hilft zum Beispiel immer autogenes Training sehr gut so wie auch progressive Muskelrelaxation nach Jacobson (die meisten Krankenkassen zahlen sogar die Kurse, einfach mal nachfragen).

 

Soweit möglich am besten zuhause schlafen, damit sich der Körper nicht erst an eine neue Umgebung anpassen muss. Bist du eher ein Spätaufsteher. gewöhn dich schon Wochen vorher um, früh aufzustehen und versuche auch dein Gehirn darauf zu polen zu dieser Zeit Höchstleistung zu vollbringen.

 

Auch wenn du vielleicht zu aufgeregt sein solltest zu frühstücken, tu es trotzdem! Wenn du keinen Bissen runter bekommst, probiers mal mit einem Eiweißshake plus zwei Esslöffeln pflanzlicher Öle, z.B. Walnuss- oder Leinöl, damit du länger Energiereserven zur Verfügung hast.

 

WICHTIG: Bei dem Test geht es darum zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, mit der richtigen Verfassung. Wenn du dich in irgendeiner Weise eingeschränkt fühlst (krank, hast gerade andere Dinge im Kopf), verschieb den Test lieber. Merk dir, du kannst den Test nur ein einziges Mal im Leben absolvieren!

 

3. KEINE Pausen während des Tests

Unbedingt vermeiden! Dadurch geht sooooo viel wertvolle Zeit verloren, die du niemals wieder aufholen kannst. Am besten kurz vorher nochmal die Toilette aufsuchen und während der Mittagspause.

 

 

4. Ein paar Antworten ankreuzen

Wie schon oben erwähnt, kann jeder beim Test 100% erreichen, wenn er nur solange Zeit hat, wie er braucht. Und hier liegt eben die größte Hürde: Die Zeit.

 

Es ist nahezu unmöglich für Ottonormalverbraucher (und da zähle ich mich dazu!) alle Fragen in der vorgegebenen Zeit zu beantworten. Ich weiß auch nicht, ob das wirklich mal jemand geschafft hat, aber genau darum geht es bei dem Test: Die vorgegebene Zeit am sinnvollsten zu nutzen und durch den Zeitdruck nicht die Nerven zu verlieren.

 

Ob du dir die Aufgaben eher nur flüchtig durchliest und nach Gefühl antwortest oder jede Frage extrem genau durchlesen und beantworten willst, das bleibt ganz dir zu überlassen, einen Trick gibt es aber: Bei mir sind am Ende jeder Aufgabe noch ca. 4 Fragen unbeantwortet geblieben, hierbei habe ich immer KOMPLETT nach meinem Bauchgefühl/Zufall gekreuzt und genau das würde ich jedem empfehlen!

 

Statt die Aufgaben unbeantwortet zu lassen und damit sicher 0% zu kassieren, nutz unbedingt die 20%ige Chance für jede Aufgabe sie vielleicht richtig zu beantwortet zu haben!! Ich bin mir ganz sicher ohne diese zusätzlich gekreuzten Fragen hätte ich niemals 93% erreichen können!

 

 Noch etwas Essentielles: 93% heißt nicht, dass ich 93% der Fragen richtig beantwortet habe, sondern dass 6,9% besser waren als ich. Und das wiederrum heißt noch lange nicht, dass diese dann 100% der Fragen richtig beantwortet haben, sondern dass es in dem Kollektiv, das den TMS an diesem Tag geschrieben hat keine bessere Punktzahl gab. Und das sind zwei unterschiedliche Dinge! Es geht bei dem Test nicht darum 60% der Fragen richtig zu beantworten um 0,2 Notenpunkte besser zu werden, sondern besser als 60% der Leute zu sein, die mit dir diesen Test schreiben!

 

5. Zeiteinteilung

Durch die zwei Übungshefte erhält man schon einen ganz guten Überblick darüber, wie viel Zeit man für was benötigt. Hilfreich ist es somit auch, sich die Zeit sinnvoll einzuteilen, um das bestmögliche rauszuholen. Ich habe mir damals eine Digitaluhr mitgenommen, damit ich die Zeit immer im Blickfeld hatte und so nicht in Verzug geraten konnte.

 

Meine speziellen Tipps zu den einzelnen Aufgaben

1. Medizinisch-wissenschaftliches Grundverständnis und Textverständnis: Hier werden am Ende eines Textes Fragen zu dem Text gestellt, die es zu beantworten gilt. Ich habe mir vorher die Fragen durchgelesen, damit ich ein Gefühl dafür bekomme, in welche Richtung gefragt wird und wie speziell die Fragen sind. Häufig findet man auch so die Antworten im Text schneller.

 

2. Schlauchfiguren: Hierbei wird das räumliche Vorstellungsvermögen abgefragt. Wer dabei Probleme hat, kann im Internet das räumliche Denken trainieren!

 

3. Fakten lernen: Geschichten ausdenken! Beispielsweise hier das erste Beispiel aus der Informationsbroschüre:

Arndt:

ca. 18 Jahre,

Auszubildender, impulsiv – Kreislaufkollaps

-> Kommt Herr Arndt in die Notaufnahme, er ist Spanier, gutaussehend und impulsiv, 18 Jahre jung, macht fleißig seine Ausbildung zum Tänzer und weil er so mit Feuer dabei ist, hat er vergessen zu trinken und dadurch einen Kreislaufkollaps bekommen. Egal wie dumm die Geschichte für manche erscheinen mag, ich kann es mir so am besten merken und das ist die Hauptsache. Probier es einfach selbst mal aus!

 

Ich hoffe wirklich, dass euch meine Tipps helfen werden, den TMS erfolgreich zu meistern! Ich freu mich auf euer Feedback und drück euch natürlich die Daumen!

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